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Beispielloser Entbürokratisierungsschub bei der Schul-IT: Vier-Säulen-Zuschuss sichert dauerhaft digitale Ausstattung in Bayern.
Mit dem gesetzlich verankerten Vier-Säulen-Zuschuss stellt der Freistaat Bayern ab dem Jahr 2027 die Finanzierung der digitalen Ausstattung der bayerischen Schulen auf ein völlig neues Fundament. Zwölf bislang parallellaufende Förderprogramme werden durch einen gesetzlichen Zuschuss ersetzt. Als erstes Land setzt Bayern damit die Entbürokratisierung im Bereich der Schuldigitalisierung konsequent um.
Kultusministerin Anna Stolz betont: „Wir machen Schluss mit komplizierten Einzelförderungen! Ab jetzt gehören die zahlreichen Förderanträge und aufwändigen Nachweise der Vergangenheit an. All dies ersetzen wir durch ein dauerhaftes und verlässliches Finanzierungssystem zur digitalen Ausstattung der Schulen. Mit dem Vier-Säulen-Zuschuss geben wir den Kommunen und freien Schulträgern maximale Planungssicherheit, entlasten die Verwaltungen spürbar und sichern die digitale Ausstattung an unseren Schulen nachhaltig ab. Gerade in einer angespannten Haushaltslage setzen wir ein klares Signal: Wir investieren in das Hier und Heute, für das Morgen und die kommenden Generationen! Denn nur wenn wir unsere Kinder kompetent machen für ihr Leben in einer digitalen Welt, stärken wir ihre Mündigkeit und damit unsere Demokratie.“
Finanzminister Albert Füracker unterstreicht: „Der Freistaat Bayern steht für erstklassige Bildung und enge Partnerschaft mit seinen Kommunen! Das zeigt sich auch hier: Wir haben uns beim komplexen Thema Finanzierung der Schul-IT mit den Kommunalen Spitzenverbänden auf ein neues unbürokratisches und zukunftsfestes Modell geeinigt. Allein im kommenden Doppelhaushalt stellt der Freistaat 296 Millionen Euro für die Digitalisierung in den Schulen bereit. Die Kommunen können damit die digitale Infrastruktur in den Schulen optimieren, Geräte beschaffen und einsatzbereit machen. Zudem ist die Wartung der Geräte abgedeckt. Daneben betreibt der Freistaat Bayern die ‘BayernCloud Schule‘ – eine Plattform für den digital gestützten Unterricht. Mit ihr stellt das IT-Dienstleistungszentrum des Freistaats Bayern Software-Anwendungen und weitere wichtige Inhalte zentral, kostenfrei und datenschutzkonform für die Schulen in Bayern zur Verfügung. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und die unkomplizierte und bürokratiearme Lösung.“
Was genau ist der Vier-Säulen-Zuschuss?
Der gesetzliche Vier-Säulen-Zuschuss ist ein echter Systemwechsel. An die Stelle zahlreicher komplexer und befristeter Förderprogramme tritt ab 2027 eine gesetzliche Leistung, die als jährliche Pro-Schüler-Pauschale direkt an die Schulaufwandsträger ausgezahlt wird. Kommunen und freie Schulträger erhalten damit die Chance, die Mittel für die Schuldigitalisierung dort einzusetzen, wo sie vor Ort am dringendsten benötigt werden. Unter die vier Säulen fallen
(1) eine moderne Gebäude-Digitalinfrastruktur,
(2) mobile Endgeräte für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte (schulischer Leihgerätepool),
(3) digitale Bildungsmedien und KI-Anwendungen sowie
(4) der seit 2025 bestehende Zuschuss für Wartung und Pflege.
Damit entsteht ein umfassendes Gesamtkonzept für eine zeitgemäße und lernförderliche Schul-IT.
Durch die Umstellung gewinnen die kommunalen Verwaltungen erhebliche Kapazitäten zurück und können ihre Investitionen über eine garantierte staatliche Leistung langfristig planen. Gleichzeitig schafft der gesetzliche Zuschuss eine klare Aufgaben- und Lastenverteilung und begründet verlässliche Strukturen. Bayern schließt damit den in der gemeinsamen Grundsatzkommission Schulische Digitalinfrastruktur zwischen Staatsregierung und Kommunalen Spitzenverbänden bearbeiteten Auftrag mit einer dauerhaft getragenen Gesamtlösung ab.
So stellen Freistaat und Kommunen unter Beweis, dass sie in finanziell schwierigen Zeiten handlungsfähig bleiben und gemeinsam tragfähige Lösungen finden.
Ab 2027 sollen allein im Landeshaushalt pro Jahr rd. 207 Millionen Euro für den Vier-Säulen-Zuschuss vorgesehen werden, ergänzt um die Mittel aus dem Digitalpakt 2.0 des Bundes. Bayern bringt sein Paket damit sogar noch vor der Bundesregierung an den Start. Damit verfügt Bayern über eines der zuverlässigsten und langfristigsten Finanzierungssysteme für digitale Bildung in Deutschland.
Die bayerische Digitalisierungsstrategie setzt konsequent auf den pädagogischen Mehrwert und die unterrichtliche Wirksamkeit. Digitale Werkzeuge sollen Unterricht immer dort bereichern, wo sie Lernprozesse unterstützen, Inhalte besser vermitteln oder den Erwerb von Medienkompetenz fördern. Gleichzeitig gilt es die Balance zwischen analogem und digitalem Lernen zu wahren. Der neue Zuschuss bildet die Grundlage dafür, dass Schulen dauerhaft über eine leistungsfähige technische Infrastruktur verfügen und digitale Lernzugänge fest in den Unterricht integriert werden können – altersgerecht, verantwortungsvoll und mit klarem Blick auf den Bildungserfolg. Der Vier-Säulen-Zuschuss markiert einen zentralen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen, partnerschaftlich gestalteten und pädagogisch begründeten Bildungsinfrastruktur.
Starke Stimmen für Bayerns Schülerinnen und Schüler.
„Meinen herzlichen Glückwunsch an die neu gewählten Landesschülersprecherinnen und Landesschülersprecher! Sie setzen sich kraftvoll für die Interessen der bayerischen Schülerinnen und Schüler ein und geben ihnen so eine nachhaltige Stimme! Durch ihr großartiges Engagement gestalten sie die Zukunft unserer Schulen entscheidend mit und setzen damit ein Zeichen für starke, respektvolle und offene Schulgemeinschaften. Ich bin gespannt auf die vielen neuen Impulse und Ideen und freue mich auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit!“, gratuliert Kultusministerin Anna Stolz den frisch gewählten Landesschülersprecherinnen und -sprechern zu ihrer verantwortungsvollen Aufgabe.
Hintergrundinformationen
Der Landesschülerrat ist seit 2008 die gesetzliche Vertretung der Schülerinnen und Schüler auf Landesebene. In diesem Gremium wählen 43 bayerische Bezirksschülersprecherinnen und -sprecher sechs Mitglieder des Landesschülerrats sowie deren Stellvertretungen. Der Landesschülerrat vertritt die Interessen von Schülerinnen und Schülern verschiedener Schularten – Förder-, Mittel-, Real-, Berufs- und Fachoberschulen, Gymnasien sowie beruflichen Schulen. Er verfügt über ein Informations- und Anhörungsrecht sowie ein Vorschlagsrecht gegenüber dem Kultusministerium.
Liste der neuen Landesschülersprecherinnen und Landesschülersprecher und ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter:
Berufsschulen:
Landesschülersprecherin: Aradia Hermann, Berufliche Schule Direktorat 10 der Stadt Nürnberg
Stellvertretende Landesschülersprecherin: Jana Bäuerlein, Staatliche Berufsschule I Bamberg
Förderschulen:
Landesschülersprecherin: Anastasia Busch, Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung mit dem Förderschwerpunkt Lernen des St. Michaelswerks Grafenwöhr
Stellvertretender Landesschülersprecher: Lion Wohlmann, Christophorus-Schule Privates Förderzentrum Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung München
Fach- und Berufsoberschulen:
Landesschülersprecher: Pascal Trimbuch, Staatliche Fachoberschule Ingolstadt
Stellvertretender Landesschülersprecher: Paul Schug, Staatliche Fachoberschule Marktredwitz
Gymnasien:
Landesschülersprecher: Lukas Berger, Gymnasium Untergriesbach
Stellvertretender Landesschülersprecher: Paul Eidenschink, Städtisches Von-Müller-Gymnasium Regensburg
Mittelschulen:
Landesschülersprecherin: Chayenne Saam, Alexander-von-Humboldt-Mittelschule Marktredwitz
Stellvertretende Landesschülersprecherin: Paula Hartnig, Karl-Amberg Mittelschule Alzenau
Realschulen:
Landesschülersprecher: Antonio Ferreira Barrozo, Wolffskeel-Schule Staatliche Realschule Würzburg II
Stellvertretender Landesschülersprecher: Mahdi Lazar, Städtische Elly-Heuss-Realschule München
Kultusministerin Anna Stolz und Amtschef Martin Wunsch würdigen die vier Landessieger.
Die vier Landessieger der bayerischen P-Seminare stehen fest: Sie haben die Jury überzeugt und werden mit dem P-Seminar-Preis 2025 ausgezeichnet. Prämiert werden die P-Seminare des Gymnasiums bei St. Anna Augsburg, des Allgäu-Gymnasiums Kempten, des Albert-Einstein-Gymnasiums München und des Willibald-Gluck-Gymnasiums Neumarkt. Ihre Projekte zeigen, wie vielfältig und praxisnah Berufliche Orientierung am Gymnasium gestaltet werden kann – von innovativer Robotik über digitale Geschichtsvermittlung bis hin zu nachhaltigen Produkten und mathematisch-technischen Entwicklungsprozessen.
Bei einem Festakt im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus würdigen Amtschef Martin Wunsch sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kooperationspartner – der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) und der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG – die vier diesjährigen Landessieger.
Kultusministerin Anna Stolz gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern mit großer Anerkennung bereits vorab: „Die P-Seminare zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie viel Innovationskraft in unseren Schülerinnen und Schülern steckt. Die diesjährigen Siegerprojekte verbinden Forscherdrang, Kreativität und eine beeindruckende Professionalität. Mein ausdrücklicher Dank gilt den engagierten Lehrkräften und den zahlreichen externen Partnern unserer Schulen, die diese besondere Form der Berufsorientierung möglich machen.“
Amtschef Martin Wunsch hebt die Zukunftsrelevanz der prämierten Projekte hervor: „Die P-Seminare eröffnen jungen Menschen wichtige Erfahrungsräume: Sie organisieren ein berufsbezogenes Projekt, gewinnen dabei Einblicke in verschiedene Berufsfelder und entwickeln im Team gemeinsam mit der beruflichen Praxis Lösungen. Diese Erfahrungen sind für die Wahl des weiteren Bildungs- und Berufswegs äußerst wertvoll. Die vier ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Schülerinnen und Schüler theoretisches Wissen in reale Anwendungen übersetzen und sich dabei auf die Berufswelt vorbereiten.“
Heike Schneeweis, Vorständin der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG : „Die ausgezeichneten Projekte sind beeindruckend – kreativ, vielseitig und exzellent umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Arbeitswelt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern wertvolle Erfahrungen und Einblicke, die ihnen eine Hilfestellung für die spätere Studien- und Berufswahl sein können.“
Sandra Stenger, Vorstandsvorsitzende des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft, unterstreicht: „Das P-Seminar eröffnet Jugendlichen neue Perspektiven für ihre berufliche Zukunft. Es hilft ihnen, eigene Fähigkeiten und Interessen zu erkennen und zugleich praktische Eindrücke aus dem Arbeitsleben zu sammeln. In Kooperation mit Unternehmen und Hochschulen entstehen direkte Verbindungen zwischen Schule und Beruf. So trägt das P-Seminar wesentlich zu einer soliden Berufsorientierung bei – und damit zur Sicherung qualifizierter Fachkräfte in Bayern.“
Dr. Christof Prechtl, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. , betont: „Die moderne Arbeitswelt hält für junge Menschen viele Chancen bereit. Gleichzeitig stellt die langfristige Sicherung des Arbeits- und Fachkräftebedarfs bayerische Unternehmen, trotz der konjunkturell schwierigen Lage, weiterhin vor Herausforderungen. Daher ist es wichtig, unsere Schülerinnen und Schüler frühzeitig bei der Berufs- und Studienorientierung zu unterstützen und beim Übergang von der Schule in eine geeignete Ausbildung oder ein Studium aktiv zu begleiten. Die P-Seminare bieten hierfür praxisnahe und zielgerichtete Einblicke ins Berufsleben. Dabei entwickeln die Jugendlichen wertvolle Fähigkeiten, die sowohl für ihre berufliche Zukunft als auch für ihre persönliche Entwicklung bedeutsam sind.“
Hintergrundinformationen:
Das P-Seminar ist ein zentraler Baustein der Beruflichen Orientierung an den bayerischen Gymnasien. In der 11. Jahrgangsstufe arbeiten Schülerinnen und Schüler ein Schuljahr lang an einem Projekt, das in enger Kooperation mit externen Partnern durchgeführt wird. Dabei lernen sie Methoden des Projektmanagements, reflektieren ihre Interessen und Stärken und erhalten Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder. Das P-Seminar ergänzt damit die weiteren Kernelemente der Beruflichen Orientierung in den Jahrgangsstufen 9, 12 und 13.
Die P-Seminar-Preisträger 2025
Gymnasium bei St. Anna Augsburg
Seminar-Thema: „3D-Druck trifft Scrum – Ideen zum Leben erwecken!“ (Leitfach: Mathematik)
Entwicklung und Herstellung einer Roboterhand im 3D-Druckverfahren, gegen die man „Schere, Stein, Papier“ spielen kann
Allgäu-Gymnasium Kempten
Seminar-Thema: „Stolpersteine digital“ (Leitfach: Geschichte)
Erweiterung der bestehenden Stolpersteine um QR-Codes auf Schautafeln, die es ermöglichen, per Smartphone die Biografien der Opfer der NS-Herrschaft zu erfahren
Albert-Einstein-Gymnasium München
Seminar-Thema: „Seifenherstellung – wir kreieren unsere AEG-Seife“ (Leitfach: Chemie)
Herstellung von Seifen auf Grundlage der Analyse chemischer Prozesse und der Zusammensetzung von Seife sowie Überlegungen zu Produktentwicklung, Gestaltung und Vermarktung unter Einbeziehung von Rückmeldungen aus der Schulgemeinschaft
Willibald-Gluck-Gymnasium Neumarkt
Seminar-Thema: „Mobile Robotik“ (Leitfach: Physik)
Entwicklung mobiler Robotik an der Schule als Wettbewerbsbeitrag für eine internationale Robotik-Liga
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